So können Sie die Lese- und Schreibmotivation Ihres Kindes langfristig und lustbetont unterstützen

Ihr Kind sitzt auf dem Wohnzimmerboden und hat ein geöffnetes Bilderbuch auf dem Schoss. So verbringt es lange Zeit – ganz ruhig – und blättert sich durch ein Bilderbuch nach dem anderen. Ihr Kind lauscht gerne die Gute Nacht-Geschichte und fängt an, Geschichten nachzuerzählen. Es interessiert sich für Buchstaben und will seinen Namen schreiben. Das Kind entwickelt einen unbändigen “Gwunder” auf alles Geschriebene und will es selber können. Wie unterstützen Sie zuhause die Motivation Ihres Kindes?

Ihr Kind kann noch nicht lesen und schreiben

Geniessen Sie die Momente, wo Sie gemeinsam mit Ihren Kindern Bilderbücher ansehen, diese erzählen, später vorlesen und noch später gemeinsam lesen werden.

Besuchen Sie mit Ihrem Kind, auch wenn es noch nicht lesen kann, regelmässig die Bibliothek. Die Pestalozzi Bibliotheken (http://www.pbz.ch/) zum Beispiel, stellen Kindern bis 16 Jahre die Benutzerkarte gratis aus und erlaubt ihnen die Ausleihe von 25 Artikeln gleichzeitig (Hörbücher und eBooks inklusive). Auch organisieren Bibliotheken wertvolle Angebote wie Geschichtennachmittage, die den Kindern die Welt der Bücher auf wunderbare Weise näher bringt.

In Bibliotheken und Kinderbuchläden finden Sie Bücher, wo gewisse Nomen als Bilder dargestellt sind. So kann das Kind “mitlesen” – dies zuerst in Mundart, aber auch auf Hochdeutsch. So erweitert Ihr Kind auf unterhaltsame Weise seinen Wortschatz, trainiert seine Aussprache und das Erinnerungsvermögen.

Interessiert sich das Kind für Buchstaben, können Sie ihm eine Anlauttabelle ausdrucken, wo jeder Buchstabe mit einem Bild ergänzt ist, dessen erster Laut (Anlaut) dem entsprechenden Buchstaben entspricht. So kann sich Ihr Kind selbstständig mit den verschiedenen Buchstaben auseinander setzen.

Ihr Kind macht erste Schritte im Lesen und Schreiben

Ist bei Ihrem Kind urplötzlich der Funke gesprungen und es wagt sich von sich aus in die Welt der Buchstaben vor? Hier liefern wir Ihnen unsere Tipps, wie Sie die Leseanfänge des Kindes positiv mitgestalten können.

Wenn Sie die Einkaufsliste in grossen und gut leserlichen Buchstaben schreiben, kann das Kind im Geschäft selber entziffern, was es suchen und in den Einkaufswagen befördern muss. Umgekehrt können Sie Ihr Kind die Einkaufsliste selber schreiben lassen.

Beim Vorlesen von Geschichten eignen sich Bücher, in denen einige Abschnitte gross gedruckt sind und so vom Kind selber vorgelesen werden können. Andere Abschnitte hingegen sind kleiner gedruckt und werden von den Eltern vorgelesen. So entdecken Sie als Familie die Geschichten gemeinsam und alle können sich genussvoll daran beteiligen.

Optimal auf die Lesemotivation der Kinder wirkt sich auch das Antolin-Lesequiz (https://www.antolin.de/) aus. Hier können Bücher gelesen und anschliessend online 15 Fragen dazu beantwortet werden. Immens wichtig ist, dass das Kind beim Beantworten der Fragen spassvoll sein Leseverständnis trainiert – eine fürs Erwachsenenleben eminent wichtige Grundkompetenz. Beim Quiz kann das Kind Punkte sammeln und seinen Fortschritt mit dem anderer Leser vergleichen. Als netten Nebeneffekt erhält man Hinweise auf weitere spannende Bücher und entwickelt Interesse an Literatur. Ein Grossteil der Antolinbücher sind ebenfalls in der Bibliothek zu finden. Sie erkennen diese am gelben Aufkleber mit dem schwarzen Raben auf dem Buchrücken. Die Bücher sind für die Schulklassen 1 bis 10 konzipiert.

Oftmals haben wir Eltern viel mehr Vorbildwirkung, als wir annehmen oder vermuten. Sehen uns unsere Kinder lesen, greifen wohl auch sie eher zum Buch. Somit wünschen wir Ihnen möglichst viel Zeit und Musse fürs Lesen.

Kennen Sie weitere wirkungsvolle Ideen, mit welchen Sie bei Ihren Kindern die Lust am Lesen und Schreiben unterstützen konnten? Teilen Sie Ihre Ideen mit uns auf Facebook!