Merk dir das! Na, wie denn? 5 Wege zu einer besseren Merkfähigkeit

Spielen Sie mit Ihren Kindern gerne Memory oder spielen Sie auf Reisen zur allgemeinen Unterhaltung regelmässig “In meinen Rucksack packe ich…”? Super – so trainieren Sie und Ihre Familie auf unterhaltsame und entspannte Art und Weise Ihre Merkfähigkeit. In unserem Blog stellen wir Ihnen unsere Ideen zur Steigerung der Merkfähigkeit vor.

Interesse wecken

Zeigt Ihr Kind Interesse am vermittelten Schulstoff, fällt es ihm in der Regel nicht schwer, sich diesen auch merken zu können. Es ist emotional positiv dazu eingestellt, kann sich darauf konzentrieren, ist interessiert und empfänglich für den Inhalt – es WILL etwas Neues lernen – es WILL es wissen. Schaffen Sie es, Ihrem Kind den Sinn und Zweck der Lerninhalte für sein Leben deutlich zu machen und somit positive Gefühle auszulösen, kann es sich Lerninhalte oftmals schon selber besser merken.

Kleine Mengen regelmässig repetieren

Um sich Dinge gut und vor allem langfristig merken zu können, muss Ihr Kind den Inhalt in kleine Portionen aufteilen, in kleinen Schritten lernen und immer wieder repetieren. Je öfter ein Stoff repetiert wird, desto mehr Spuren hinterlässt er im Gehirn, sprich desto besser erinnert sich Ihr Kind daran. Werden solche Lernportionen z. B. vor dem Schlafen repetiert, stehen die Chancen gut, dass das Gehirn Ihres Kindes den gelernten Stoff während der Nachtruhe verarbeitet und abspeichert.

Sport und Bewegung unterstützen positiv

Sport hebt die Stimmung und steigert die Leistungsfähigkeit. Kinder sollten also nicht pausenlos und Nachmittage lang büffeln, sondern sich auch sportlich betätigen, sich bewegen, frische Luft tanken und den Kopf lüften. Sie sind nachher besser aufnahmefähig. Sich gleichzeitig zum Lernen zu bewegen, ist doppelt sinnvoll. Während des Lernens von Französisch Vokabeln zu balancieren oder während des Kopfrechnens Seil zu springen, hilft dem Gehirn dabei, sich das Gelernte besser merken zu können und gibt dem Auswendiglernen den nötigen Fun-Effekt.

Kreativ optische Merkhilfen erschaffen

Malt Ihr Kind gerne, zeichnet es mit Vorliebe Comics oder bastelt es mit viel Hingabe, kann es Mathe-, Deutsch- oder Fremdsprachenregeln kreativ gestalten. Es muss sich seine zu lernenden Regeln kurz, gross, verständlich und übersichtlich gestaltet notieren. Anschliessend verschönert es diese Regeln passend mit seiner kreativen Ader und nach seinen persönlichen Vorstellungen. Für diese entstandenen Bilder ist nun ein prominenter Aufhängeplatz (Arbeitsplatz, Flur, …) wichtig. So erhält Ihr Kind eine stets präsente, optische Erinnerungshilfe.

Mit allen Sinnen merken

Nicht jeder Mensch entspricht dem gleichen Lerntyp. Die einen speichern übers Ohr gut, die anderen beispielsweise übers Auge. Hier finden Sie Trainingsideen, die Sie ausprobieren können:

  • 1×1 spielerisch üben: Ball einander zuwerfen und dabei im Rhythmus der Würfe das 1×1 aufsagen, das gleiche funktioniert auch beim Seil springen, das 1×1 zu einem Brettspiel (ähnlich dem Leiterlispiel) umwandeln
  • Eselsbrücken bauen: Die Ziffer 8 sieht aus wie ein Schneemann, Reihenfolge der Himmelsrichtungen mit einem Spruch wie “Nie ohne Seife waschen” verbinden
  • Mit Liedern und Musik verknüpfen: Mittlerweile finden Sie online viele Lernlieder, und auch im Unterricht wird mit Musik verknüpft – warum zuhause nicht weitersingen?
  • Immer wieder Merkspiele in den Alltag einbauen: Ihr Kind soll sich über längere Zeit täglich einen Gegenstand genau ansehen und diesen dann mit geschlossenen Augen so genau wie möglich beschreiben (Form, Farbe, Textur, Grösse, Besonderheiten,…)
  • Lerninhalte, die sich das Kind merken muss, können mit verschiedenen Farben hervorgehoben werden, wobei jede Farbe einer Eigenschaft zugeteilt wird
  • Sich zu Lerninhalten Geschichten ausdenken, in welche die zu lernenden Tatsachen eingebunden werden
  • Online finden Sie unzählige Tools und Apps, die Ihre Merkfähigkeit spielerisch fördern können

Wenn Sie oder Ihr Kind mit einer LRS regelmässig frustriert sind, weil Sie sich trotz grossem Trainingsaufwand Dinge – vor allem auch die Orthographie von Wörtern – nur ungenügend merken können, dann liegt dies häufig nicht am mangelnden Einsatz. Entwickeln Sie gemeinsam mit einer Fachperson Ihre persönliche, auf Sie zugeschnittene Lernstrategie. Es kann zum Beispiel schon hilfreich sein, ihre wiederkehrend fehlerhaft geschriebenen Deutschwörtchen in einer Kartei zu sammeln, die schwierigen Wortteile farbig zu markieren und die Wörter regelmässig zu üben. Die Fachperson weiss Rat!