Lerntypen – Wie lernt Ihr Kind am besten?

Lerntypen

Hat der Schulalltag wieder das Routinetempo aufgenommen, eignet sich Ihr Kind täglich neues Wissen an und rüstet sich so für seine Zukunft. Doch wie lernt Ihr Kind am erfolgreichsten? Finden Sie heraus, über welchen Sinneskanal Ihr Kind am besten Wissen aufnimmt.

Grundsätzlich nehmen wir Menschen die Welt über alle Sinne wahr, deshalb betrachten Sie den präferierten Lerntypen in erster Linie als Tendenz. Die meisten Menschen bevorzugen – je nach Situation – zudem unterschiedliche Lerntypen. Die eigenen Vorlieben fürs Lernen zu kennen, hilft uns aber dabei, die persönlich optimalen Lernstrategien zu finden.

Visueller Typ

Bevorzugt eine Person den visuellen Kanal, nimmt sie gut über das Auge auf und liest grundsätzlich gerne. Informationen werden GESEHEN, d.h. lesend aufgenommen und verarbeitet. Grafiken, Illustrationen sowie Bilder veranschaulichen den Lernstoff und unterstützen beim Merken und Verstehen. Das Kind kann mit Bildern an der Wandtafel und schriftlichen Unterlagen also bestens arbeiten. Wird ihm etwas vorgezeigt, versteht es schnell. Oftmals stellen sich visuelle Typen das Gelernte im Kopfkino bildhaft vor.

Lerntipps:

  • Während des Unterrichts Notizen machen und diese zuhause durchlesen.
  • Mindmaps zeichnen und mit Bildern/Skizzen lernen.
  • Gelerntes schriftlich und in eigenen Worten wiedergeben.
  • Wichtige Textstellen mit farbigen Leuchtstiften markieren.
  • Voci mit der Lernkartei üben und Lernposter basteln. Poster überall aufhängen, damit man sie immer wieder mit den Augen SIEHT

Auditiver Typ

Der auditive Typ nimmt Informationen durch Zuhören leicht auf und kann sich diese merken. Das Kind kann im Unterricht gesprochenen Erklärungen also gut folgen und mündlich gestellte Aufgaben problemlos lösen. Aus Gesprächen, Vorträgen, Podcasts, etc. zieht es die nötigen Informationen heraus.

Lerntipps:

  • Lernstoff mittels entsprechender Audio-Angebote hören
  • Sich selber den Lernstoff laut vorlesen, damit er verstanden und gelernt werden kann.
  • Voci laut vorlesen und Eselsbrücken mit Wörtern bilden, die ähnlich klingen.
  • Sich selber oder anderen über das Gelernte einen Vortrag halten, evtl. Audioaufnahme davon machen, nachhören und allenfalls korrigieren.
  • Beim Lernen Selbstgespräche führen. Dabei darauf achten, dass die Lernumgebung ruhig ist und keine Hintergrundmusik stört.

Kommunikativer Typ

Kommunikativ veranlagte Menschen brauchen dringend Lernpartner für Diskussionen und Gespräche. Denn Fragen zu stellen, Erklärungen abzugeben, andere Meinungen zu hören, nachzudenken, zu widersprechen und bessere Lösungen zu finden, helfen Lerninhalte und Zusammenhänge erst richtig zu verstehen.

Lerntipps:

  • Geeignete Lernpartner suchen.
  • Schon vor der Hausaufgabenzeit mit Freunden übers Thema sprechen, um sich ein erstes Bild davon zu machen.
  • Rollenspiele durchführen, mit dem Ziel, Lerninhalte ausführlich zu besprechen z. B. Interview.
  • Quiz anfertigen – Fragekarten fabrizieren und einen kleinen Preis für die meisten korrekten Antworten parat stellen. Ein hoher Spassfaktor ist garantiert.

Haptischer/motorischer Typ

Hier geht nichts über “Learning by Doing”, denn der Schulstoff muss beGRIFFEN, erFÜHLT und ERKUNDET werden. Dieses Kind will Abläufe selber durchführen, eigene Erfahrungen machen und Schlüsse daraus ziehen.

Lerntipps:

  • Mit dem Lernstoff experimentieren und ausprobieren.
  • In Rollenspielen oder Gruppenaktivitäten Lerninhalte basteln oder bauen.
  • Sachverhalte aktiv begreifen: Distanzen gehen, Buchstaben fühlen, etc.
  • In körperlicher Bewegung lernen (gehend, balancierend, knetend,…), damit der Stoff besser abgespeichert werden kann.

Neue Forschungen sagen, dass am erfolgreichsten gelernt wird, wenn verschiedene Sinneskanäle angesprochen werden. Je unterschiedlicher wir lernen, desto mehr Möglichkeiten hat unser Gehirn, sich an das Gelernte zu erinnern und es später abzurufen. Um die zu erlernenden Kompetenzen dauerhaft abrufen zu können, müssen wir uns zudem intensiv mit ihnen auseinandersetzen, kritisch darüber nachdenken und die daraus entstehenden Zusammenhänge nachvollziehen können. Last but not least kommt das Kind nicht darum herum, Lerninhalte regelmässig zu repetieren.

Dybuster wünscht allen Lernenden viele tolle Erfahrungen beim Finden der persönlich besten Lernstrategien!