Gesunde Znüni + gute Pausen = muntere Kinder

Frühstück

Kinder stecken mitten im Wachstum und in der Entwicklung, was ihnen viel Energie abverlangt. Nach der nächtlichen Ruhepause – mit ausreichend Schlaf – ist der Körper erholt, regeneriert und bereit für den neuen Tag. Nun ist es an der Zeit, dem Gehirn Energie zuzuführen, damit es für Kindergarten und Schule in Topform kommt. Dies geschieht, indem wir essen. Doch mit welchem Frühstück und Znüni und mit welchen Pausen werden unsere Kinder am besten, schnellsten und vor allem langfristig munter?

Wie das Gehirn wach wird

Das menschliche Gehirn braucht Zucker um überhaupt denken und arbeiten zu können. Deshalb ist es am Morgen wichtig, den Körper mit den richtigen Nahrungsmitteln zu versorgen. Milch und Milchprodukte liefern dem Gehirn morgens auf schnelle Art und Weise den gewünschten Zucker. Diese Produkte enthalten zudem wichtige Fette, Proteine, Vitamine (wie beispielsweise das „Denkvitamin“ B12) und Mineralstoffe. Brainfood also – Milch enthält wichtige Nährstoffe für unser Gehirn.

Das Kind braucht Energie, die lange anhält

Um den Energiespeicher aber längerfristig zu füllen, braucht der Körper länger anhaltende und sättigende Kohlehydrate, welche am besten in Form von Vollkornbrot oder Müesli genossen werden. Ein ausgewogenes Frühstück besteht vorzugsweise aus Milch, Milchprodukten, Müesli, Vollkornbrot und Saisonfrüchten. So startet das Kind optimal gerüstet in seinen Kindergarten- oder Schultag. Das Frühstück hilft dabei konzentriert und aufmerksam zu arbeiten und unterstützt das allgemeine Leistungsvermögen.

Was, wenn Frühstück nicht geht?

Mag ein Kind morgens kein Frühstück essen, dann ist ein Getränk, beispielsweise ein Glas Milch oder ein Joghurt, umso wichtiger. Ein ausgiebiges Znüni gehört besonders in solchen Momenten in den Vormittag jedes Kinds. Bleiben die Batterien leer, werden die Reserven angezapft und das Duracell-Häschen kann nicht auf Touren kommen.

Mitten im Vormittag muss das Kind seine Energiereserven nachfüllen, um bis am Mittag leistungsbereit zu sein. Das Znüni ergänzt also das Frühstück, soll den Hunger stillen, aber den Körper nicht belasten. Im Normalfall reicht als Znüni eine Portion Früchte oder Gemüse, wobei eine Portion der Menge Früchte / Gemüse entspricht, die in einer Hand des Kindes Platz hat. Ist der Hunger grösser oder hat das Kind das Frühstück ausgelassen, soll das Znüni reichhaltiger gestaltet werden, indem die Znünibox zum Beispiel mit Vollkornbrot und Käse ergänzt wird.

Abwechslungsreiche Znünis

Hören Sie von Ihrem Kind auch ab und zu: „Nicht schon wieder Darvida…!“? Es kann durchaus vorkommen, dass den Eltern die Ideen für ein abwechslungsreiches Znüni ausgehen. Doch wie bringt man wieder Schwung in die Znünibox? Grundsätzlich soll die Zwischenverpflegung aus saisonalem und frischem Obst oder Gemüse bestehen. Zusätzliche Komponenten aus Getreide, Milchprodukten oder Nüssen ergänzen optimal. Letztere können übrigens ebenfalls als Brainfood bezeichnet werden, da sie für das Gehirn wichtige Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien, Magnesium und Proteine enthalten. Ist das Znüni bunt, abwechslungsreich und ansprechend zusammengestellt, wird es von Kindern umso lieber genossen. So sind sie parat, bis am Mittag optimale Denkleistung zu erbringen.

Znüni-Ideen

Damit die Eltern von möglichst vielen Ideen profitieren können, kann es hilfreich sein, in der Küche einen Platz zu reservieren, wo Ideen in Bild- oder Textform als „Znüniposter“ aufgehängt werden können. Die verschiedenen Kantone haben gute Informationsbroschüren zusammengestellt, die als Ideenpool dienen. Auch die Saisonalitätslisten der Schweizer Früchte und Gemüse können Inputs liefern. Die einfachste Variante für einen farbenfrohen Znüni ist wohl das simple Schneiden von mundgerechten Gemüse- und Fruchtstücken. Für die nächsthöhere Kreativitätsstufe können lustige Ausstechformen benutzt werden, mit welchen zum Beispiel Früchte- und Gemüsetierchen entstehen. Die Kinder sind dankbar, wenn ihr Znüni bereits in zerschnittenen Stücken parat ist, denn so geht das Essen schnell und einfach und die Pause kann ausgiebig genossen werden. In vielen Schulen wird an einzelnen Tagen ein Pausenznüni angeboten. Dies sind sinnvolle und gesunde Angebote, in welchen die Kinder die Znünis in der Regel selber herstellen. So haben sie einen Bezug dazu und die Eltern sind einmal pro Woche entlastet.

Gute Znüni-Ideen finden Sie hier:

Warum keine Süssigkeiten?

Süssigkeiten, gesüsste Getriederiegel, Chips oder Süssgetränke sind als Pausenverpflegung ungeeignet. Sie lassen den Blutzucker- und Insulinhaushalt unnötig Achterbahn fahren. Dies bedeutet, dass das Gehirn der Kinder zuerst mit Zucker geflutet wird, welcher vom Körper aber rasch verstoffwechselt wird. Danach muss der Körper mit grossem Aufwand wieder Zucker fürs Gehirn bereitstellen. Dies führt zu erneutem Hungergefühl und zu Lust auf Zucker – ein Teufelskreis. Wenn stattdessen länger sättigende Kohlenhydrate gegessen werden, welche zuerst abgebaut werden müssen und dem Gehirn viel kontinuierlicher Zucker liefern, so sind auch die Voraussetzungen für stabile Hirnleistungen gegeben.

Gute Pausen gehören dazu

Nicht nur das Zmorge und Znüni sind entscheidend für den erfolgreichen Kindergarten- oder Schulmorgen. Auch Pausen gehören dazu. Mindestens eine grosse Pause in der Mitte des Morgens hilft dem Kind, neue Energie für die zweite Morgenhälfte zu schöpfen. Am sinnvollsten verbringt das Kind die freie Zeit – zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter – an der frischen Luft und mit viel körperlicher Bewegung. Znüni essen, frische Luft atmen und freies Spielen helfen dem Kopf durchzulüften. Ob man ums Schulhaus rennt, Verstecken oder Fangen spielt, sich auf dem Spielplatz vergnügt, vielleicht sogar von einem Pausenspielhaus profitiert, mit Strassenkreide Spiele auf den Boden malt, das Gummitwist als Pferdegeschirr oder Springübung aufleben lässt – der Bewegungsfantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.

Dybuster wünscht Ihnen muntere, zufriedene Kinder und tolle neue Znüni-Hits!