4 Tipps zur stressfreien Hausaufgabenerledigung, Teil 2

Müssen Sie als Eltern übermässig lange Zeit neben Ihrem Kind sitzen und es durch die Hausaufgaben begleiten? Liegen dabei die Emotionen blank? Gerne geben wir Ihnen weitere Ideen mit auf den Weg zu einer entspannten Hausaufgabensituation.

Von der Hausaufgabenhilfe in der Schule profitieren

Immer mehr Schulen bieten Unterstützung bei der Bewältigung von Hausaufgaben an. Nutzen Sie diese Gelegenheit – Ihr Kind kann das. Das Kind kann so einen grossen Teil der Aufgaben bereits im schulischen Umfeld erledigen und vor Ort die nötige Hilfe in Anspruch nehmen. So können Sie zuhause die Hausaufgabenzeit reduzieren, mehr Zeit für Familienaktivitäten einplanen und eine unbeschwerte Beziehung mit Ihrem Kind pflegen.

Emotionen beruhigen

Es gibt bereits Schulen, die Angebote im Sinne von “Eltern helfen Schulkindern” anbieten. Wenn die Hausaufgabensituation für Sie und Ihr Kind in erster Linie einen beschwerlichen Kraftakt bedeutet, ist es vielleicht sinnvoll, einen Schritt weiter zu gehen und ein- bis mehrmals pro Woche die Unterstützung bei den Hausaufgaben in externe Hände zu geben. Dies bedeutet nicht, dass Sie als Mama und Papa versagt haben, sondern nimmt den Druck der Hausaufgaben zeitweilig von Ihren Schultern weg und gibt Ihnen wieder Zeit, einfach Eltern zu sein. Nutzen Sie, falls vorhanden, das schulische Angebot oder suchen Sie sich befreundete Eltern und fragen Sie sie, ob Ihr Kind dort Hausaufgaben erledigen darf. Ausserhalb der Familie und zusammen mit Schulkameraden sind die Kinder weniger emotional und die Situation verläuft oft reibungsloser. Sie können den Spiess aber auch umdrehen – nimmt Ihr Kind einen Kameraden fürs Erledigen der Hausaufgaben nach Hause, kann die Hausaufgabenzeit häufig speditiver ablaufen.

Strategien aneignen

Sind die Hausaufgaben ein Konfliktherd, der die Familie dauerhaft belastet und an den Rand Ihrer Kräfte bringt, dann tut eine Lerntherapie oft Wunder. Herauszufinden, weshalb der Konflikt überhaupt entsteht, wirkt bereits entlastend. Motivationslosigkeit, mangelnde Selbstsicherheit, Stress, Schulängste, Verhaltensauffälligkeiten oder fehlende Strategien können mögliche Ursachen sein. Ausgebildete Personen in Ihrer Region (die Lehrperson hilft Ihnen sicher gerne weiter) begleiten Sie gerne und fachkundig zurück in ruhige Wasser und auf positiven Kurs. Lernstrategien und somit das Lernverhalten werden langfristig verbessert.

Starkes Team

Lassen Sie sich nicht zu stark vom gängigen Leistungsdruck beeinflussen oder gar erdrücken. Kinder dürfen in ihren Hausaufgaben durchaus Fehler machen und die Lehrpersonen sind froh, wenn die Hausaufgaben unkorrigiert zurückkommen. Denn nur so können sie sinnvoll entscheiden, wo Ihr Kind individuelle Unterstützung benötigt. Probieren Sie auch aus, wie es ohne Druck funktioniert und loben Sie jeden noch so kleinen Fortschritt Ihres Kindes. Seien Sie ganz einfach Mami und Papi und pflegen Sie Ihre Familie und die Beziehung zu Ihrem Kind, die für Sie persönlich stimmt und die Sie sich wünschen. Ihr Kind wird es schätzen und dankbar sein dafür. Achten Sie zudem auf eine gute und offene Beziehung mit der Lehrperson. Sie ist Ihnen dankbar dafür und kann Ihr Kind mit vielen Tipps und Tricks unterstützen. Fazit und wichtigster Erziehungstipp: Ziehen Sie gemeinsam am selben Strick.